Julia, die neue Tierärztin

Mag. med. vet. Julia Eiter

„Am Tag der Abschlussprüfung konnte ich mein Glück kaum fassen!“, so Julia Eiter, die neue Tierärztin in der St. Lukas Tierklinik und  Mitarbeiterin von Vetpix. Mehr vom Glück – nach einer Rückschau, die Julias Werdegang beschreibt.

Mehr vom Glück – nach einer Rückschau, die Julias Werdegang beschreibt.  

2011: Matura am BRG Imst und Beginn des Studiums für Veterinärmedizin in Wien, das Julia im Jahr 2014 aufgrund einer Trümmerfraktur teilweise im Rollstuhl fortsetzte.

2016-2017: Praktika in der Pferdeklinik Tillysburg (Oberösterreich), sechs Wochen in Kanada und in der Pferdeklinik Gnadenwald. Das „ganz große“ Praktikum absolvierte Julia in der St. Lukas Klinik im Pitztal, unter ihren Lehrmeistern Dr. Peter Wassermann und Mag. Rupert Wassermann. Hinzu kamen Spezialausbildungen für Kleintiere, Reptilien, Vögel und Chiropraktische Ausbildung für Hunde und Pferde in Sittensen, in der Nähe Hamburg.

2018: Erfolgreicher Studienabschluss der Veterinärmedizin.
Das Thema der Diplomarbeit war: „Sehnenstelzfuß bei Kälbern – eine retrospektive“. Studie von 2000-2016. Note: Sehr Gut! Freude und Gratulation von all ihren Kolleg/innen.

WARUM bist du Tierärztin geworden?

Julia: Schon in meiner Kindheit war ich in Tiere vernarrt und war jede freie Minute bei meinen Großeltern am Bauernhof. Egal ob Katze, Schwein oder Kalb, alles musste von mir jeden Tag untersucht und gepflegt werden. Es war mir schon früh klar, dass ich später einen Beruf ausüben möchte, der mit Tieren zu tun hat. In der Volksschule fing ich an zu reiten und da entwickelte sich langsam auch mein Interesse für die Medizin. In der Hauptschule, bei den sogenannten „Berufs Schnuppertagen“, die ich in der Tierklinik St. Lukas absolvieren durfte, stand für mich der Entschluss fest, Tierärztin zu werden. Später im Gymnasium hatte ich sehr viel Spaß am Biologieunterricht, sodass es für mich klar war, auch in Biologie zu maturieren und eine 46-seitige Fachbereichsarbeit zum Thema „Die häufigsten Krankheiten des Pferdes“ zu verfassen.

Wie war für dich das Studium in Wien?

Julia: Die Anfangszeit im Studium war sehr hart. Gerade noch den 18ten Geburtstag gefeiert und schon geht’s auf in die Metropole Wien – alleine – ohne Familie und Freunde. Das erste Mal eine eigene Wohnung. Trotz anfänglichem Heimweh, fand ich sehr schnell Anschluss und konnte mich mit meinen Studienkolleg/innen voll aufs Studium konzentrieren.

Chemie und Physik waren anfänglich etwas mühsam, aber auch diese Diplomprüfung meisterte ich. Das zweite Jahr war Anatomie und Physiologie an der Reihe. Das war sehr interessant aber unglaublich viel zum Lernen. Oft verzweifelte ich an der Fülle des Stoffes und überlegte ob ich das Studium abbrechen sollte, doch mein Kampfgeist und der Wille Tierärztin zu werden war größer, vor allem wollte ich meiner Familie beweisen, dass ich es schaffen kann.

So bestand ich auch das bekannt harte zweite Jahr. Auch in den Folgejahren gab es Höhen und Tiefen, doch der Wille es zu schaffen und die Unterstützung meiner Freunde und Familie halfen mir dabei auch diese Zeit erfolgreich zu absolvieren. Das Finale verging wie im Flug. Ich belegte das Kleintiermodul: Die letzten beiden Semester beschäftigen sich nur noch mit der Kleintiermedizin – also Hunde, Katzen, Heimtiere. Da ich wusste, dass ich danach in der Tierklinik St. Lukas eine Arbeit in Aussicht habe, bemühte ich mich umso mehr dieses Jahr positiv zu absolvieren und so viel Spezialwissen wie möglich mitzunehmen.

Am Tag der Abschlussprüfung konnte ich mein Glück kaum fassen! Meine Familie und vor allem aber auch ich selbst war sehr stolz, dass ich diesen Weg beschritten und auch geschafft habe.

Berufsleben:

Tierklinik St Lukas: Es ist sehr angenehm und motivierend in einem tollen Team zu arbeiten, in dem ich mich auf meine Kolleg/innen verlassen kann. Die Arbeit ist vielfältig und abwechslungsreich. Von Impfungen bis zu Notfällen der unterschiedlichsten Art und Operationen an Hund, Katz und anderen Klein- und Großtieren reicht der Aufgabenbereich.

Hinzu kommt noch die Arbeit bei Vetpix, dem Institut für bildgebende Kleintierdiagnostik auf der Ötztaler Höhe. Hier ist meine Aufgabe die Tiere für die Zeit der CT- oder MRT-Bildgebung in Narkose zu legen und zu überwachen. Weiters bietet die Vetpix die einmalige Gelegenheit sich nicht nur theoretisch in der Bildgebung (CT, MRT) weiterzubilden sondern auch praktische Erfahrung zu sammeln. Man sieht bei jedem Patienten, dass der Erfahrungsaustausch zwischen Tierarztksolleg/innen in Tirol und über die Grenzen hinaus Voraussetzung ist, um unseren Kunden, den Frauchen und Herrchen der Hunde und Katzen, eine fundierte Diagnose mitteilen zu können.

Der intensive Dialog mit Radiologen in Wien, Deutschland und Italien ist ein besonderes Privileg, das in dieser Form für mich und für unsere Partner-Tierärzte im ganzen Land neue Möglichkeiten der Diagnostik bietet.

Somit ist klar: Das Studium geht weiter. Veterinärmedizin ist lebenslanges Lernen. Lernen, das Freude macht und den Tieren, die ich seit meiner Kindheit in mein Herz geschlossen habe, ein schöneres Leben ermöglicht.

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